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Denkmäler, Gedenksteine , Monumente...

Der Hainpark ist im Sinne der FFH-Deklaration ein "Gartendenkmal". Mit dem Merkmal "Baudenkmal" befindet sich an manchen Stellen des Parks ein Ensemble von baulichen Objekten, das jedes für sich seine solitäre Bedeutung und Geschichte hat. Nachfolgend sind die einen oder anderen Baulichkeiten aufgeführt, die in ihrer Bedeutung als Kulturgut bezeichnet werden können, in der Bamberger Denkmalliste geführt und hier als "Denkmal" deklariert sind.

Die Würdigung des besonderen Stellenwertes von Musikpavillon und Monopteros als Denkmäler erfolgt jeweils auf eigenen Seiten.

 

Textquellen: u.a. "Parkpflegewerk" - Marion Dubler, Helmut Wiegel

Denkmal "Ludwig II".

König Ludwig II. übertrug 1870 den Hain an die Stadt Bamberg mit der Auflage, dass die Stadt den Park pflege und den Bürgern unentgeltlich zur Nutzung freizugeben sei. 1910 errichteten die Bamberger im Theresienhain ihrem ehemaligen Monarchen dieses Denkmal - gestaltet von Fritz Christ und Philipp Kittler. Das Monument wird wie die drei folgenden Denkmäler in der Liste für erhaltenswürdige Denkmäler der Stadt geführt.

Denkmal "Heiliger Nepomuk".

Als Nothelfer, besonders gegen Wasser- und Reisegefahren, als Brückenheiliger und Patron des Beichtgeheimnisses verehrt, wurde der Priester Johannes Welflin - aus dem böhmischen Pomuk - unter der Benamung Nepomuk 1729 als Märtyrer heilig gesprochen. Nepomuk erhielt speziell im 18. Jahrhundert eine hohe Verehrung. Das Denkmal im Hain wird dem Erstehungsjahr 1747 zugeschrieben. Es steht im Luisenhain in nächster Nachbarschaft zu der dortigen Schutzhütte - zwischen Schillerwiese und Buger Spitze am linken Regnitzarm.

Denkmal "Heiliger Christophorus".

"Christophorus wird häufig als Hüne mit Stab dargestellt, der das Jesuskind auf den Schultern über einen Fluss trägt. Er zählt zu den vierzehn Nothelfern und ist heute besonders bekannt als Schutzheiliger der Reisenden." - Wikipedia

Der Standort an der Buger Spitze, dort wo sich die Regnitz teilt, ist ein ausgewählter, logischer Platz für das Denkmal. Wie durch den Text zu erfahren ist, war hier in der Vergangenheit ein Fährbetrieb. Der Betrieb wurde Ende der 1950-er Jahre eingestellt.

Über den hier beginnenden rechten Regnitzarm verbindet seit 1963 eine Brücke den Hainpark mit dem Ortsteil Bug und mit dem Oberen Leinritt.

Seit 1963:
Unterströmtes Trommelwehr (Sonderform) mit Brücke,
südwestliche Verbindung zum/vom Hainpark
von/nach Bug und Oberer Leinritt.

Denkmal "Belvedere".

Aktuell hat die 1808 errichtete Kurhalle (auch Ruhetempel) einen "Dachschaden" (seit Januar 2018), einen Windbruch durch Sturmtief "Friederike". Die Reparatur ließ auf sich warten, steht aber an (September 2019). Als "Belvedere" befindet sich der Pavillon - nach seinem Umzug 1910, "verdrängt" durch das Denkmal Ludwig II. - am südlichen Rand der Schillerwiese und stammt - vermutlich - wie der Monopteros aus dem Park von Schloss Seehof.

Schutzhütte.

Mit einer ausgeklügelten Dachkonstruktion bietet der Pavillon Schutz vor Wetterunbilden oder ist Treffpunkt zum Beispiel für meditative Begegnungen und Exerzitien. Er steht im Luisenhain in nächster Nachbarschaft zum Denkmal "Heiliger Nepomuk" - zwischen Schillerwiese und Buger Spitze am linken Regnitzarm.

Pavillon am ehemaligen Hain-Café.

Als Gartenpavillon - so kann er bezeichnet  werden - steht seit 1860 die Holzkonstruktion im Theresienhain in der Nähe der "Südtangente", Richtung Bootshaus. Er fungierte auch als Musikpavillon zu Zeiten als hier noch nebenan das "Hain-Café" bewirtschaftet wurde - bis 1948 (im maroden Zustand abgerissen 1968). 

Mahnmal (1).

Am nördlichen Rand der Wiese "Hutanger" im Luisenhain - zwischen Gehölzen verborgen - steht ein Gedenkstein, bei dem der Standort überrascht. Hier wird dem 200-sten Jahrestag  der Gründung - 1722 - des "Königlich Bayerischen 5. Infantrie-Regiments" gedacht. Der sogenannte "Friedensstandort" für das Regiment war Bamberg, deswegen steht dieses Mahnmal in Bamberger Gefilden. Das Regiment wurde nach 1918 aufgelöst. Ehemalige Mitglieder des Regiments blieben in der nachfolgenden Reichswehr den Traditionen des Infantrie-Regiments treu.

Mahnmal (2).

Heimatvertriebene während und nach dem zweiten Weltkrieg haben sich zur Bekräftigung ihrer Heimaterinnerungen 1965 ein Monument gesetzt. Speziell am "Tag der Heimat" ist es Ort des Innehaltens. Das Steinensemble steht am südlichen Rand der Schillerwiese in nächster Nähe zum "Ruhetempel".

Landmarke "E.T.A. Hoffmann".

"Auf diesem Wege begegnete E.T.A. Hoffmann dem redenden Hund Berganza." So steht es seit 1968 in Stein gehauen geschrieben. Zu sehen am westlichen Rand der Schillerwiese. Durch seinen gut vierjährigen Aufenthalt von 1808 bis 1813 in Bamberg bekam der in Königsberg geborene Jurist und Beamte, später als Literat, Kapellmeister, Komponist, Musiklehrer, Karikaturist und Maler gehuldigt, erhielt postum von der Stadt einen gehobenen Status, den er selbst verhöhnen würde! Wenn auch seine Lebensphase in der Bischofsstadt eine prägende Auswirkung auf sein literarisches Schaffen hatte, war es die Zeit des "persönlichen Scheiterns" - wie er vermeldete. 

Grottenbrunnen.

Am Wegesrand in der Nähe der "Südtangente" und dem Holzpavillon, Richtung Bootshaus, befindet sich ein bemooster Brunnen. Typisches Baumaterial für solch eine Art von Parkbrunnen sowie Grottenbauten sind auch die hier verwandten Tuffsteine. Die Entstehungszeit wird ihm in den 1850-er Jahre zugeschrieben. Der Wasserlauf ist unterbrochen. Verwitterte Zeichnung und Beschriftung deuten auf einen Marienbrunnen hin - "Ave Maria".

Aussichtsplattform mit Tiefbrunnen.

Am Rande bemerkt: Nähe der Südtangente, Nähe zur Schillerwiese, Nähe zum linken Regnitzarm steht mit sauber gesetzten Ziegelsteinen bewehrt ein Tiefbrunnen. Erst die schmiedeeiserne Brüstung macht auf ihn aufmerksam und macht neugierig ihn zu betreten. Dabei sichtbar wird die vielfach geteilte, an einem Mittelstab an- und abgeschlossene Metall-Deckelung. Sichtbar auch das andere Regnitzufer - also ein Brunnen als Aussichtsplattform.

Gedenkstein Josef Valentin Herd.

Hofrat Josef Valentin Herd (1837 - 1902) war von 1895 bis zu seinem Tode zweiter Bürgermeister der Stadt Bamberg. Ihm zum Gedenken wird der Förderer der "Hainanlagen" mit einem Findling geehrt, versehen mit der Inschrift auf einer Bronzeplatte. Standort: Rechter Regnitzarm, zwischen Jahnwehr und Heinrichsbrücke.

Das Wirken Herd's in und für Bamberg ist nachhaltig: Zu sehen in der Altenburg im Rittersaal. Im Wandgemälde eines Ritterturniers trägt einer der Reiter die Züge des damaligen zweiten Bamberger Bürgermeisters - Josef Valentin Herd.

Auf Herd geht auch die Einrichtung des "Städtischen Albums" zurück. Beginnend 1872 legten die städtischen Gremien - wohl auf Betreiben des Rechtsrats Josef Valentin Herd (1837-1902) - ein "Städtisches Album" an. Es sollte fotografische Aufnahmen von Portraits von Mitglieder der städtischen Gremien, abzubrechenden Gebäuden und neu errichteten Gebäuden enthalten. Diese wurden von Herd mit umfangreichen Texten versehen, die er zum Teil aus seinen geschichtlichen Kenntnissen, zum Teil aus seiner Verwaltungstätigkeit schöpfte. Diese Texte bieten Einblicke in soziale, architektonische und wirtschaftliche Entwicklungen der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Quelle Stadtarchiv Bamberg

Zu guter Letzt.

Kein Denkmal, kein Monument, "nur" gemeißelter Stein. Irgendwo(?) im Hain...

..und da gibt es noch einen zweiten gleicher Sorte.