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Der Hollergraben im Theresienhain.

"Südtangente" (erbaut Anfang der 1970-er Jahre) - dominante "Grenze" zwischen Theresien- und Luisenhain - mit dem Hollerbach als "moderne Wasserlandschaft".

 

Der Entwurf der Wasserlandschaft durch den verantwortliche Planer, Prof. Bernhard Winkler (*1929), München, wurde 1973 mit einem BDA-Preis bedacht.

Die Begründung: "Der kaum zu kompensierenden Störung eines Parks durch das Hindurchführen einer Hochstraße mit gestalterischen Mitteln entgegenzuwirken, verdient Anerkennung."

Der Hollergraben durchzieht den Theresienhain, und seit Bestehen des Hains ist er Bestandteil der Parkstruktur. Gespeist wird er durch das Wasser des linken Regnitzarms. In Höhe der Talbrücke zwischen Theresien- und Luisenhain beginnt der Bachlauf mit der gestalteten "Wasserlandschaft" zu Füßen des Monopteros. Der Ausfluss aus diesem Terrain verlief über einen Wasserfall, dem Steinwöhrlein - bis 2012.

In der Konsequenz, die aquatische Durchgängigkeit der unteren Regnitz herzustellen, wurde die Fischbarriere beseitigt und durch eine Bachstufung ersetzt. Diese Umsetzung geschah im Gleichklang mit der zur Landesgartenschau 2012 erfolgten Maßnahme auf der Nordseite der Inselstadt. Mit der Schaffung des dortigen Fischpasses im neuen ERBA-Park wurde die Durchgängigkeit der Wasserfauna im unteren Regnitz-Bereich erst ermöglicht. Eine weit über 100 Jahre bestehende Barriere war damit umgangen.

Bevor der Hollerbach an der Grenze des Theresienhains in den "Alten Kanal" übergeht, durchfließt er das Nonnenwehr. 2013 wurde auch hier eine Sohlrampe angelegt.

Umbau "Steinwöhrlein" und "Nonnenwehr": Bildergalerie hier per "Klick".

Von der Durchgängigkeit der Wasserläufe Main / linker Regnitzarm / Hollerbach / obere Regnitz profitiert auch eine spezielle Spezie mit seiner Familie: Der Biber (Castoridae). Und er macht auf sich aufmerksam - auch im Hain! Sein Wirken und der Naturschutz fordert das städtische "Bibermanagement" heraus. Siehe nebenstehenden Zeitungsartikel.